Öffentliche Hetzjagd gegen SBI Robert Kainz in Lindau

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Mit großer Verwunderung verfolge ich die derzeit in Lindau stattfindende Hetzjagd gegen den „Kommandanten“, also den SBI Robert Kainz. Anscheinend haben ein paar Lindauer Vorbehalte gegen ihn und bringen diese nun auf recht dubiosen Wege zum Ausdruck.


Hintergrund ist wohl der Streit um den Standort für eine neue Feuerwehrwache in Lindau. SBI Robert Kainz hatte vorgeschlagen einen gemeinsamen neuen Standort mit dem Lindauer THW im Anschluss an das Gebäude der Firma Stark in der Robert-Bosch-Straße in Lindau zu errichten. Dagegen protestierten aber ein paar Anwohner, allen voran der abgewählte Lindauer Ex-Oberbürgermeister Müller. In der Vergangenheit ist mir schon mehrfach aufgefallen, dass aus seinem Dunstkreis und dem rund um seine Gruppierung WL immer wieder Gerüchte, und sagen wir einfach mal komische Kampagnen mit Halbwahrheiten entstanden sind. Dies scheint wohl das besondere Merkmal der Lindauer Mostköpfe (und damit ist nicht zwangsläufig die gleichnamige Narrenzunft in Lindau gemeint) zu sein!

Die Leserbriefe und das üble Geschwätz trifft nun anscheinend geballt SBI Kainz, der Lindauer Feuerwehr. Irgendwie habe ich so den Eindruck, dass die (meiner Meinung nach zu recht) Unterlegenen nun sauer und eingeschnappt sind und sich auf diese Weise den Ärger von der Seele schreien wollen. Tatsächlich belegen kann ich es natürlich nicht (wie auch bei Gerüchten), aber der Verdacht drängt sich doch mehr als auf.

Was ist eigentlich passiert? An dem Tag, an welchem über den neuen Standort im Lindauer Stadtrat entschieden werden sollte, waren wohl einige Feuerwehrleute und auch SBI Kainz zur Stadtratssitzung gekommen. Und um etwas Show und „sanften“ Druck auszuüben, kamen sie eben mit ihren Feuerwehrfahrzeugen und platzierten diese eindrucksvoll vor dem Lindauer Rathaus. Nun, in dem Bereich ist aber anscheinend die Fußgängerzone. Und dort wurden die Einsatzfahrzeuge (allerdings nicht im „heißen“ Einsatz) abgestellt. Und darüber echauffieren sich jetzt einige Lindauer öffentlich in Form von Leserbriefen in der Lindauer Zeitung und greifen speziell SBI Robert Kainz persönlich an.

Ein Verfasser meint sogar, dass dadurch eine verminderte Einsatzbereitschaft bestünde, weil die Feuerwehrleute im Falle eines Alarms ja erst zurück in die Wache um sich einzukleiden hätten fahren müssen. Allein in dieser Aussage erkennt man, dass der Verfasser keinerlei Ahnung von Feuerwehren hat. Denn selbst bei jeder Bewegungsfahrt nehmen die Maschinisten ihre volle Einsatzkleidung mit ins Fahrzeug, um bei einem eventuellen Alarm sofort ausgerüstet zu sein. Ich bin mir sicher, ohne dies explizit nachgeprüft zu haben, dass auch die Lindauer Kameraden ihre Einsatzkleidung in ihren Fahrzeugen hatten und somit sofort einsatzklar gewesen wären.

Bleibt noch der Vorwurf, dass die Feuerwehrfahrzeuge ohne Einsatz in der Fußgängerzone abgestellt wurden. Nun gut, was soll man dazu sagen? Ist das wirklich sooooo schlimm? Wenn genau diese Fahrzeuge in der vorweihnachtlichen Zeit in der Fußgängerzone auf der Insel Lindau fahren um die Weihnachtssterne und –dekoration aufzuhängen regt sich auch niemand auf! Und das ist bestimmt auch nicht die ordinäre Aufgabe der Feuerwehr, oder? Das machen die Lindauer Kameraden ehrenamtlich und freiwillig, um sich für ihre Stadt zu engagieren!

Bleibt, dass SBI Kainz bestimmt manchmal etwas poltert, wenn es darum geht die Interessen der Feuerwehr Lindau zu benennen und zu vertreten. Man mag ja persönlich zu seiner Art stehen wie man möchte, dann aber ihn öffentlich so hinzustellen und anzuprangern halte ich für eine unschöne Hetzjagd, die geradezu verwerflich ist. Denn eines wird niemand in Abrede stellen können: SBI Robert Kainz setzt sich engagiert für die Belange der Feuerwehr in Lindau ein und, und das kann ich aus eigener Erfahrung berichten, er versteht sein „Handwerk“ und hat eine saubere Einsatzführung! Und genau diese beiden Punkte machen doch einen SBI aus, oder etwa nicht?

Ach ja, für alle die es (noch) nicht wissen: bei besagter Stadtratssitzung in Lindau wurde pro neuen Feuerwehrstandort entschieden. Dies halte ich persönlich auch für richtig, und habe ich im Vorfeld schon hier geschrieben. Umso schlimmer finde ich das Nachtreten jetzt. Man kann ja in einer Demokratie immer anderer Meinung sein, muss aber wenn die Mehrheit konträr entschieden hat damit auch leben können und darf nicht wie ein kleines Kind eingeschnappt nachtreten. Diese Erfahrung musste wohl jeder schon mal machen, auch wenn Eigeninteressen bekanntlich immer vor dem Allgemeinwohl stehen. Auch nichts Neues!

Darum liebe Lindauer Mostköpfe lasst SBI Robert Kainz in Frieden und vor allem unterlasst die öffentlichen Anfeindungen bzw. die öffentliche Hetzjagd gegen ihn! Wenn ihr ein Problem habt, dann sucht das persönliche Gespräch und diskutiert das aus. Aber jemanden öffentlich wegen Lappalien an den Pranger zu stellen geziemt sich nicht mal für Lindauer Mostköpfe!

PS: Diesen Artikel habe ich als Privatperson geschrieben. Er gibt lediglich meine ganz private Meinung wider und hat nichts mit der Meinung der Feuerwehr Nonnenhorn zu tun, bei welcher ich auch Mitglied bin!

2 Comments

  1. Posted 8. Februar 2008 at 17:56 | Permalink

    Habe gerade den heutigen Leserbrief nochmals gelesen und muss mich etwas koriegieren:
    Dieser scheint wohl nicht auf das Konto der „Lindauer Mostköpfe“ zu gehen, sondern hat einen ganz anderen Hintergrund, der mehr auf persönlichen Dingen beruht.
    Finde es schade, dass der Schreiber mit gleichem Nachnamen wie ich, so reagiert. Ich hatte ihn als sehr guten Feuerwehrmann und Gruppenführer in Weißensberg kennengelernt; leider gab es damals ein paar Unstimmigkeiten, die auch mit Lindau zu tun hatten.

    Grundsätzlich aber gilt, dass SBI Kainz wohl nicht mehr Einfluß im Kreis hat wie jeder andere Kommandant auch. Ich würde also auch Kritik üben und ohne zu befürchten dass meine „Feuerwehr-Karriere“ damit beendet sei. Was auch immer eine „Feuerwehr-Karriere“ sein mag. Oder habe ich was verpasst, bekommt man ab Gruppen- oder Zugführer jetzt Geld in Bayern? :-)

  2. anis
    Posted 9. Februar 2008 at 18:14 | Permalink

    Ethno Marketing

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