Drohbote alias Dorfbote online in Nonnenhorn am Bodensee

Filed under politisch

dorfboote nonnenhorn am bodensee online

Der „Nonnenhorner Dorfbote“, also das gemeindliche Mitteilungsorgan, steht bei vielen politischen Diskussion derzeit wieder auf der Agenda. Er erscheine zu wenig und überhaupt sei er zu unattraktiv, heißt es immer wieder.

Ich persönlich bezeichne dieses gemeindliche Mitteilungsblatt ja gerne als „Drohbote“, da meist gemeindliche Hinweise in der Art „Du musst deine Hecke schneiden“ oder „die Gehsteige müssen geräumt sein! Ab 7:00 Uhr“ darin enthalten.

Hier meine Vorschläge für Zukunft dazu:

Aus diesem Grund habe ich gerade eine denic Abfrage gestartet und siehe da, die Domain www.drohboote.de ist bislang noch nicht registriert. Bringt mich natürlich schon wieder auf Gedanken … wer Interesse an der Mitarbeit an einem Fake-Dorfboten, mit witzigen und satirischen Inhalten hat, möge sich doch einfach mal bei mir melden. Da könnte man bestimmt was witziges aufziehen …. 😉

Aber ich wollte ja wieder ernst werden, die Fasnet ist schließlich vorbei!

Und ernsthaft bin ich wirklich der Meinung, dass die Gemeinde Nonnenhorn am Bodensee mit gutem innovativem Beispiel voraus eilen sollte und sukzessive ihr gemeindliches Mitteilungsorgan in Richtung online zu verschieben. Mit ist sonnenklar, dass man nicht heute ein online Portal aufbauen kann und morgen bereits die Printversion des Drohboten unten den Tisch fallen lassen kann. Aber es kann Schritt für Schritt und Zug um Zug passieren.

Würde die Gemeinde ein durchdachtes Portal im Web initiieren, welches kontinuierlich mit allen erdenklichen Beiträgen gepflegt werden würde, bin ich mir sicher dass dieses auch positiv in Nonnenhorn angenommen werden würde.

Hier einige Vorteile:

  • Nach einmaliger Erstellungsinvestition kaum noch laufende Kosten
  • Stets aktuell
  • Beiträge können viel mehr veröffentlicht werden
  • Protokolle der öffentlichen Gemeinderatssitzungen können zeitnah veröffentlicht werden
  • Diese Sitzungen könnten sogar mitgeschnitten und zum Download angeboten werden (Audio/Video)
  • Dadurch lässt sich mehr Bürgernähe demonstrieren und vorallem auch tatsächlich leben
  • Vereine können darüber ihre Mitglieder informieren und zu Veranstaltungen und Sitzungen einladen
  • Die Beiträge können kategorisiert werden und bleiben so übersichtlich
  • Alle Artikel können von den Nonnenhorner Bürgerinnen und Bürgern via RSS-Fees abonniert werden
  • Die laufenden Kosten können durch gezielte Werbeeinblendungen amortisiert werden, damit verhält sich ein solches Portal nahezu kostenneutral
  • Die Funktionalitäten gehen weit über derzeitige government-Lösungen für Kommunen hinaus
  • Gleichzeitig könnte ein solches Portal als eine Art Gemeindearchiv fundieren.

In der neu zu gestaltenden Printausgabe des „Drohboten“ wird dann verstärkt auf dieses Internetportal der Gemeinde Nonnenhorn „verlinkt“ und so die Werbetrommel gerührt. Es ist selbst eine Automatisierung möglich die quasi automatisch Artikel von den Seiten der örtlichen Vereine zieht möglich. So könnte eine hohe Bindung der Bürger an dieses gemeindliche Portal geschaffen werden, sei es direkt über die Webpräsenz oder via abonnierten RSS-Feeds (wer RSS Feeds noch nicht kennt, dem hilft das Wiki zu dem Thema weiter).

Die Idee dazu kam mir während des derzeitigen „Wahlkuschelns“ in Nonnenhorn. Sie basiert aber auf einer anderen, die viel mehr auf den touristischen Bereich abzielt und hervorragend in einer kleinen Gemeinde wie Nonnenhorn umgesetzt werden könnte. Quasi als Pilotprojekt. Sukzessive könnten dann weitere Gemeinden um den Bodensee auf dieses Projekt aufgeschaltet werden. Doch weiteres möchte ich öffentlich dazu derzeit nicht äußern, weil es eigentlich auch eine Art Geschäftsidee ist und ich fürchte, dass die Bereitsschaft dazu in Nonnenhorn leider fehlt. 😉

Doch zurück zum Thema „Dorfboten“ oder „Drohboten“ online. Von dieser Idee bin überzeugt, da sie sehr schnell und mit recht geringem finanziellen Aufwand umgesetzt werden kann.

Es würde mich freuen wenn sich die beiden Bürgermeisterkandidaten dieses Gedankens anschließen und vielleicht sogar ihre Meinung hier online dazu äußern könnten! Dies unterstrich auch deren Onlinekompetenz (Wink mit dem Zaunpfahl)! :-)

5 Comments

  1. Posted 6. Februar 2008 at 17:20 | Permalink

    Ach ja, allerdings darf man das dann natürlich nicht mit den gleichen Machern machen, die schon verantwortlich für diese neue Website der Gemeinde Nonnenhorn zeichnen. :)

  2. Posted 6. Februar 2008 at 23:45 | Permalink

    also jörg, wie schon vor tagen gesprochen find ich die idee spitze und wäre somit auch dabei …. :) grüße aus dem hohen norden flo

  3. mel
    Posted 7. Februar 2008 at 10:48 | Permalink

    Klasse Idee 😉 wieso nicht

  4. Rainer Krauß
    Posted 11. Februar 2008 at 17:24 | Permalink

    Sehr geehrter Herr Fischer,
    ein interessanter Ansatz und eine gute Idee.Voraussetzung ist in aller erster Linie ein neuer Internetauftritt, beim dem ein zeitgemäßes CMS-Programm hinterlegt sein muss. Damit können dann problemlos und zeitnah aktuelle Inhalte und Informationen ins Netz gestellt werden. Das wäre der erste Schritt der angegangen werden muss. Alle andere Ideen, die Sie skizziert haben, auch die Sache mit denn RSS-Feeds baut darauf auf. Der Design-Entwurf allein sagt ja noch nichts über das hinterlegte oder verwendete CMS aus. Aber wir sind uns einig, in diese Richtung muss es gehen. Davon unabhängig muss m.E. auch der „papierene“ Dorfbote öfter erscheinen, für die Leute, die nicht im Netz unterwegs sind. Nur am Rande, Audio oder Video-Aufnahmen im Gemeinderat scheitern an den gesetzlichen Vorschriften……..
    Viele Grüße
    Rainer Krauß

  5. Uwe Mosthaf
    Posted 12. Februar 2008 at 12:02 | Permalink

    Hallo Herr Fischer,

    mal wieder ein gute, innovative Idee, die auch dem Stand der Technik entspricht. Meiner Meinung nach sollte man hier parallel verfahren, heißt, dass der „Dorfbote“ so wie er ist, verbessert werden muss steht außer Frage und dies sowohl vom Layout und den Inhalten als auch vom Erscheinungsintervall. Dadurch kann man die Akzeptanz des „Dorfboten“ in Nonnenhorn erhöhen und man wird denen gerecht, die noch nicht „online“ sind. Aber wie bei so Vielem, muss man weiterdenken und da ist eine „Online-Ausgabe“ des „Dorfboten“ im Zuge eines neuen Internetauftrittes unerlässlich, da es heute auch kein Problem mehr ist mit einem CMS-Programm, für die Nutzer jederzeit und sehr einfach aktuell zu sein. Ein richtiger Schritt den es nach und nach zu entwickeln gilt, aber ein guter „Dorfbote“, wie auch immer ist in erster Linie von den Inhalten abhängig…:)

    Viele Grüße

    Uwe Mosthaf

Post a Comment

Your email is never published nor shared. Required fields are marked *

*
*