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Zurück vom Ausflug ins Schwabenländle fiel ich tot müde abends in mein Bett; nur noch schnell Mails checken, dachte ich mir und erweckte mein MacBook. Gut, Mails abrufen und gleich noch zwei eben beantworten … und dann passierte es:

Mein MacBook entdeckt dass es einen Lüfter hat und schien so erfreut über diese Entdeckung, dass es (das MacBook) den Lüfter gleich auf höchsten Touren laufen lassen wollte. Gleich mal geschaut, welches Programm da wohl soviel Prozessorlast erzeugt …. nichts! Zu ca. 95% langweilten sich die Prozessoren im MacBook. „Komisch“, dachte ich mir. Und fühlte mit der Hand in Richtung Unterseite des MacBook, handwarm, also völlig normal.

Gleich mal einen Neustart (nach geschätzten zwei Wochen das erste Mal) durchführen, könnte vielleicht helfen. Doch das brachte auch nicht das gewünschte Ergebnis, nämlich das MacBook aufhört so laut zu lüften. Weiter besonnen und mir fielen zwei Resets ein. Zwar ungläubig, dass dies was bringen würde, aber vorsichtshalber einfach mal testen.

1. Reset /Zurücksetzen des SMC (System Management Controller)/:
Stromversorgung entfernt und Akku raus (ja bei meinem Unibody MacBook geht das noch), dann für 5-10 Sekunden den Power Knopf betätigt. Akku wieder rein, Stromversorgung wieder hin und neu gestartet. Und siehe da: gleich beim Booten machte sich der Lüfter wieder lautstark mit hoher Umdrehungszahl bemerkbar. Brachte also nichts! Hatte ich mir fast gedacht! Gut, zweiten bekannten Reset zur Sicherheit auch noch durchführen …

2. Reset /PRAM und NVRAM zurücksetzen/:
MacBook abermals runterfahren und während dem Booten folgende Tastenkombination gleichzeitig drücken: “ cmd + alt + r + p“, (für eingefleischte Apple-Jünger „Befehl-Wahl-R-P“), 3x den Start-Gong abwarten und die vier Tasten loslassen. Das MacBook startet wieder und …. der Lüfter dreht wieder hoch. Hat also auch nichts gebracht.

Auf Grund der Müdigkeit entschloss ich mich das MacBook erstmal ruhen zu lassen und mich am darauf folgendem Tag nochmals darum zu kümmern.

Am nächsten Tag startete ich das MacBook wieder doch leider brachte die Ruhephase auch nichts. Schade eigentlich, aussitzen war wohl nichts! 😉

Nach diversen vergeblichen weiteren Tests, fühlte ich abermals an der Unterseite des MacBook die Temperatur. Und siehe da, drückte man relativ mittig an der Unterseite des Apple Notebook, hörte das Lüftergeräusch auf. Lies man wieder los, sprang sofort der Lüfter wieder an. Wackelkontakt? LogicBoard gar gebrochen? Unschön!

Neugierig installierte ich mir iStatMenus um die Temperatur der Prozessoren und die Umdrehungszahl des Lüfters zu erforschen. Rund 47°C Prozessorentemperatur zeigt mir iStat an. Das ist nicht viel, also kein Grund, dass der Lüfter so durch bzw. hoch dreht. Aber das dachte ich mir schon. Viel interessanter war die Beobachtung, dass bei der Lüfterdrehzahl 0 rpm angezeigt wurde. Das konnte unmöglich stimmen. Ich ertastete wieder die magische Stelle an der Unterseite des MacBooks und drückte leicht gegen das Unibody Gehäuse. Plötzlich zeigte iStatMenus wieder einen plausiblen Wert auch bei der Lüfterdrehzahl an; rd. 2000 rpm. Dies erhärtete meinen Verdacht in Richtung defektem Temperaturfühler oder gar einem gebrochenem LogicBoard.






Ich rief beim nächstgelegenem Apple Händler an; in meinem Fall die Firma CompuMac in Friedrichshafen. Dort meinte man, ich solle vorbei kommen. Gesagt, getan: ich packte das MacBook ein und begab mich ins Auto und trat die Reise nach Friedrichshafen an. Dort kam ich gegen 15:00 Uhr an. Natürlich trat der Fehler, also der hochdrehende Lüfter dort erstmal nicht auf – war klar. Dennoch beschrieb ich dem Techniker das Problem, meine Beobachtungen und meine Vermutungen. Worauf hin er meinte, er müsse einen ausgiebigen Hardwaretest durchführen, das könne er heute aber nicht mehr machen; ich sollte das MacBook da lassen.

Das wollte ich aber nicht, da ich damit arbeiten musste. Wir verblieben, dass ich mich am darauf folgendem Tag nochmals melden sollte. Auch das tat ich. Am Telefon meinte er, dass wenn ich gleich kommen würde, dann könnte er heute noch den Hardwaretest durchlaufen lassen. Wenn er dann einen Fehler finden würde, könnte er die Teile bestellen (es war Freitag). Diese wären dann voraussichtlich am Montag da, so dass ich spätestens Dienstag das MacBook wieder abholen könnte. Wie? Das MAcBook das ganze Wochenende weggeben? Nö!

Ich schlug vor, dass er es aufschrauben solle und schauen, da ich einen Bruch vermutete, oder eben einen defekten Temperatursensor. Das wollte er nicht, zuerst sollte der Hardwaretest laufen. Gut, damit fand ich mich ab und versuchte, dass ich wenigstens das MacBook abends wieder abholen könnte und ihm dann Dienstag morgen wieder bringe. Aber auch darauf wollte er sich nicht einlassen, ein einmal getestetes Gerät bliebe so lange bei CompuMac bis es repariert sei, meinte er. Ferner wollte er wissen, wo das MacBook gekauft wurde, denn er fand es nicht bei sich im Rechner. Als ich sagte, dass es direkt von Apple käme, verlor er umso mehr das Interesse an dem Gerät bzw. dessen Reparatur. Ich machte ihn darauf aufmerksam, dass er als Apple Partner alle Geräte (egal wo gekauft) in den Service nehmen müsse. Von nun an versuchte er mich abzuwimmeln und wollte auch kein Leihgerät mehr rausrücken.

Danach rief ich im Shop vom CompuMac an und schilderte das Problem abermals. Dort versprach man mir Rücksprache mit dem Techniker zu halten und eine für mich passende Lösung zu finden. Man wolle sich gleich nach der Mittagspause telefonisch bei mir melden, ich gab extra nochmals meine Telefonnummer an.

Und so vergingen die Stunden. Als sich um 15:30 Uhr immer noch niemand von CompuMac bei mir gemeldet hatte, rief ich direkt im Apple Store in München an. Schilderte mein Problem und machte darauf hin einen Termin mit einem Genius für 18:20 Uhr aus. Normalerweise wäre ich ja nicht extra deswegen nach München in den Apple Store gefahren, aber da am selben, heutigen, Tag um 18:00 Uhr ein live Demo der Software iStopMotion2 von der Firma BoinxSoftware im Apple Store stattfand und ich die Software gestern bestellt habe, machte ich mich auf den Weg nach München.

Im Apple Store München angekommen musste ich gerade mal 5 Minuten warten und ein Genius nahm sich meines Problems an. Ich schilderte mein Problem, sagte was ich bereits unternommen hatte und was meine Vermutung sei. Der Genius nahm sich das MacBook um es in der Werkstatt einmal aufzuschrauben; währenddessen verfolgte ich die wirklich gelungene Präsentation von iStopMotion 2. Kurz darauf erschien der Genius wieder mit meinem frisch geputztem MacBook und erzählte, dass der Stecker vom Lüfter nicht richtig auf dem LogicBoard des MacBooks saß; er habe ihn jetzt wieder richtig befestigt und alles funktioniere wieder bestens. Wow, super Service, netter Genius!

Ich eilte mit meinem repariertem MacBook wieder ins Erdgeschoss und verfolgte weiter die Entstehung eines Kurztrickfilms mit Lego™ Figuren und plauderte mit ein paar Bekannten, u.a. mit Basti von DigitalUpgrade. Das „Produkt“ der Präsentation von iStopMotion kann im Übrigen in Form eines kurzen Youtube-Videos bereits jetzt schon begutachtet werden:

eingebunden mit Embedded Video

YouTube DirektDas Video direkt auf youtube anschauen

Und was lernen wir aus dieser Geschichte? Richtig! Ich werde definitiv auch in Zukunft nichts bei der Firma CompuMac in Friedrichshafen einkaufen. Weder die anstehende Neubeschaffung des Mac Pro’s, noch das ebenfalls bald neu zu erwerbende MacBookPro. Wer sich so beim Service anstellt, hat es auch nicht verdient teure Apple Produkte an mich zu verkaufen! Und es ist im Ãœbrigen nicht die erste schlechte Erfahrung die ich mit CompuMac in Friedrichshafen gemacht habe.






2 Comments

  1. Posted 23. Januar 2010 at 01:05 | Permalink

    Ach ja, bevor ich es vergesse, natürlich habe ich auch gleich wieder ein paar Gadgets im Apple Store eingekauft; gleiches hätte ich vermutlich auch in FN bei CompuMac gemacht, wenn man mich gelassen hätte ….. 😛

  2. Maximilian Ruppaner
    Posted 23. Januar 2010 at 12:28 | Permalink

    Vor ein paar Jahren wollten sie mal 29€ Reparaturpauschale haben obwohl das Gerät Garantie hatte, aber es wurde halt nicht bei Ihnen gekauft.

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