Bloggen fördert die Gesundheit …. – hier der Beweis!

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das habe ich zumindest jetzt bemerkt. Hintergrund ist, dass man sich so wunderbar die Wut über unfähige Unternehmen von der Seele schreiben kann. Und diese lebensverlängerte Maßnahme muss ich just in diesem Moment tun. Auslöser ist die Karlsruher Versicherungs AG. Dieses Unternehmen hält nach meinen Erfahrungen recht wenig von Kundenkommunikation und –freundlichkeit. Folgende Versicherungs-Posse hat sich just seit Anfang des Jahres zugetragen:

Irgendwann im Januar bekomme ich für einen kleinen Anhänger von uns eine Rechnung der Karlsruher Versicherung über 16,90 Euro. Standarttext. Ich denke mir noch nicht schon wieder, nicht weil ich schon wieder zahlen muss, da habe ich mittlerweile resigniert und zahle brav, sondern weil diese Versicherung, bei der ich etwa weitere sechs Fahrzeuge versichert habe, anscheinend nicht in der Lage ist den Betrag (wie bei den übrigen Fahrzeugen auch) von unserem Konto abzubuchen. Eine Einzugserlaubnis hatte ich schon gegeben.

Da ich das Spiel vom Vorjahr bereits kannte, rief ich gleich mal bei der Karlsruher Versicherung an und teilte dort mit, dass doch bitte auch der Beitrag für dieses Fahrzeug – wie bei den übrigen auch – von unserem Konto abgebucht werden solle. Die nette Dame am anderen Ende der Leitung versprach dies im System zu notieren; klar dass ich mir deren Namen natürlich nicht notiert hatte.

Dann passierte erstmal nichts. Auch keine Abbuchung. Und um ehrlich zu sein, habe ich wichtigeres zu tun, als mich um 16,90 Euro Versicherungsbeitrag für einen kleinen Anhänger zu kümmern. Irgendwann ca. zwei bis drei Wochen später erfolgte dann die Mahnung, selbstverständlich inklusive Mahnkosten i.H. von 5,- Euro. Schon etwas genervter und weil gerade Wochenende war, verfasste ich ein etwas „gewürztes“ Fax an die Versicherung, wo ich nochmals darauf hingewiesen habe dass der Betrag, allerdings _ohne_ die Mahnkosten, von unserem Konto abzubuchen sei.

Wieder zogen die Wochen ins Land der Servicewüste, bis ich gestern die „Letzte Mahnung“ der Versicherung bekam. Dort teilte man mir mit, dass bereits jetzt kein Versicherungsschutz mehr für das Fahrzeug bestehe und dass man in zehn Tagen einen Rechtsanwalt mit der Einleitung eines gerichtlichen Mahnverfahrens beauftragen würde.

Klar, jetzt platzte die Hutschnurr. Gleich mal ein (zugegeben) nicht ganz freundliches Fax an meinen Versicherungsagenten und an die Versicherung verfasst und abgeschickt. Und siehe da, gleich heute Morgen meldete sich der Versicherungsagent bei mir und war sehr um Schadensbegrenzung bemüht. Schließlich haben wir bei ihm mehrere Versicherungen, u.a. auch unsere Betriebshaftpflicht etc.

Der Versicherungsagent hat sich mit dem zuständigem Sachbearbeiter der bei Karlsruher wohl auch längere Zeit „freundlich“ unterhalten und erfahren, dass keine Abbuchung möglich wäre, wenn bereits einmal eine „normale“ Rechnung ausgestellt ist. Da ich mich dann aber aus Prinzip und Starrköpfigkeit weigerte die Überweisung auszuführen, kam er gleich vorbei um den Betrag (ohne Mahnkosten) bei mir in bar abzuholen und dann selbst an die Versicherung zu überweisen. Er sicherte mir zwar zu, dass zukünftig auch der Betrag für diesen Versicherungsschein abgebucht werde, aber ich werde vermutlich alle Versicherungen bei der Karlsruher kündigen und zu einer weiteren (vermutlich nicht kundenfreundlicheren) Versicherungsgesellschaft wechseln.

Wenn es aufgrund vom verwendeten System nicht mehr möglich ist, eine bereits ausgestellte Rechnung quasi nachträglich einzuziehen, hätte ich ja sogar noch Verständnis dafür. Wenn man aber einfach auf Anrufe und Schreiben des Kunden schlichtweg nicht reagiert und damit die Anliegen des Kunden frech ignoriert und stattdessen lieber Mahnungen ausstellt, dann ist das völlig daneben! Über ein Schreiben „bla bla bla können wir nicht mehr abbuchen, bla bla bitte noch ein letztes Mal überweisen, bla bla, zukünftig werden wir abbuchen, bla bla“ hätte ich mich kurz geärgert, überwiesen und die Sache vergessen und mich wieder produktiven Dingen gewidmet. Aber einfach die Anrufe und Schreiben zu ignorieren bringt mich auf die Palme!

Ich möchte ja nicht wissen, wie sich die Versicherung anstellt, wenn man sie in einem Schadensfall tatsächlich einmal in Anspruch nehmen muss!

Wie dem auch sei, ich hoffe die Sache ist nun geklärt; ich habe mir den Frust von der Seele geschrieben und bin schon wieder ganz relaxed und um die Erkenntnis reicher, dass bloggen gut für die Gesundheit ist. 😉

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