10. Kritischer Rückblick auf die Kommunalpolitik in Nonnenhorn und auf vorausschauende Entscheidungen

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Normalerweise sollte an dieser Stelle, als 10. und letzter Punkt meines persönlichen Wahlkampfprogramms für Nonnenhorn ein „Zuckerl“ für alle stehen. Doch ich kandidiere ja weder als Bürgermeister, noch als Gemeinderat für Nonnenhorn und aus diesem Grund erlaube ich mir abschließend einfach noch ein paar Dinge anzusprechen, wie ich sie sehe.

Diese sind teilweise in der Retrospektive und teilweise aber auch durchaus aktuell. Sie sind zusammengewürfelt und dennoch von (wie ich finde) großer Bedeutung für Nonnenhorn.

Teilweise habe ich von machen Themen erst jetzt im aktuellen Kommunalwahlkampf erfahren. Leider, weil bei manchen Dingen, so fürchte ich, ist der Zug schon abgefahren.

Ein so ein Thema ist beispielsweise der Supermarkt. Wie der Supermarkt, werden sich einige fragen, wir haben doch in Nonnenhorn einen. Noch, möchte ich pessimistisch hinzufügen. Denn bekannter Weise eröffnet der Hellstern in Wasserburg ebenfalls einen Supermarkt im Gebiet des jetzigen Bauhofs in der Nähe zum Wasserburger Bahnhof. Im benachbarten Kressbronn wird ebenfalls ein großer Supermarkt derzeit gebaut. So und nun benötigt man nicht mal mehr beide Hände zum rechnen, dass das auf Dauer nicht gut gehen kann.

Bislang mussten die Wasserburger (inkl. eingemeindeter Teilorte), wie auch viele Kressbronner die nicht nur beim Lidl einkaufen wollte nach Nonnenhorn fahren. Selbst aus Unterreitnau, Rickatshofen und Bechtersweiler kommen die Leute regelmäßig nach Nonnenhorn zum Einkaufen. Das alles wird mit den beiden neuen Supermärkten wegfallen – so meine Prognose.

Ob sich dann noch ein Einkaufsmarkt wie der Hellstern in Nonnenhorn trägt wage ich zu bezweifeln und fürchte dass dieser über kurz oder lang einer anderen Nutzung zugeführt wird.

Dann hat Nonnenhorn nach kurzer Hochphase wieder keine eigene Einkaufsmöglichkeit. Keine tollen Zukunftsaussichten wie ich finde.

Nun, wie hätte man dem entgegen wirken können?

Erst jetzt im Gespräch mit den beiden Bürgermeisterkandidaten habe ich erfahren, dass wohl ein recht alter Bebauungsplan, ursprünglich für eine Verbandsschule, für die Obstplantagen westlich der Mittleren und Oberen Ebenhalde (Wasserburg) auf Nonnenhorner Gemarkung vorliegt. Wieso schaltet man dann nicht und bietet in Absprache mit den Wasserburgern und dem Betreiber Hellstern dieses Areal für einen Supermarkt an. Das wäre verkehrstechnisch optimal an die alte B31 angebunden (Zufahrt zur Belieferung und auch für die einkaufenden Menschen) und zusätzlich wäre dieser Supermarkt auch noch für alle Nonnenhorner und Wasserburg, die über kein eigenes Auto verfügen, erreichbar. Weiterer Vorteil, die Gewerbesteuereinnahmen bleiben im Weindorf Nonnenhorn!

Der jetzige Standort war aus damaliger Sicht sicherlich sinnvoll. Mitten im Ortszentrum und wirklich leicht auch zu Fuß (ältere Menschen) erreichbar. Aber lieber mute ich den älteren Menschen einen etwas längeren Fußweg zu, als sie ganz abzukapseln. Ich hoffe ja, dass ich Unrecht habe und dass der Hellstern auch mittelfristig in Nonnenhorn bleibt, dennoch ein ungutes Gefühl bleibt.

Weitere Punkte die ich ansprechende wollte, schaffe ich derzeit zeitlich nicht zu formulieren, werde diese aber sicherlich noch während des Kommunalwahlkampfs in Nonnenhorn hier im p5p.de Blog andiskutieren.

So, obligatorisch ein paar Hinweise und die Bitte auch diesen Artikel zu kommentieren. Danke für die Aufmerksamkeit!

4 Comments

  1. ric
    Posted 28. Januar 2008 at 13:59 | Permalink

    Guter, guter Artikel. Schön in Worte gefasst ohne den Ernst der Lage zu entschärfen;-)

  2. Existenzgründer
    Posted 28. Januar 2008 at 19:22 | Permalink

    ich kenne viele Bürgermeister, und ich denke, dass immer wieder sollte Wahlkampf erfahren doch etwas haben was zu als alle guttut. Dessen die kleinen Politiker die das Leben versüßen.(ironie)

  3. Posted 28. Januar 2008 at 22:25 | Permalink

    @ Existensgründer:
    Ähhhhhh …. richtig! Hmmm ahhhhh und auch noch nen Bier! 😉

  4. coco
    Posted 29. Januar 2008 at 11:11 | Permalink

    Finde den Artikel gut, wann werden die Augen wirklich geöffnet. Ist schon schmerzhaft zu sehen, wie viele in der heutigen, doch so modernen Zeit, ihr Mittelalterverständniss ausleben.

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