1. Neues Gewerbegebiet für Nonnenhorn/Bodensee

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Dass Nonnenhorn eine nicht gerade arme Gemeinde ist dürfte bekannt sein; allerdings nur wenn man das Vermögen der Bürgerinnen und Bürger zugrunde legt. 😉

Spricht man vom gemeindlichen Haushalt sieht das ganz anders aus. In den Gemeindekassen herrscht mehr als Ebbe, denn die Gemeinde Nonnenhorn hatte eine vergleichbar hohe Pro-Kopf-Verschuldung in den vergangenen Jahren vorzuweisen. Das wiederum lässt den neuen Gemeinderat und Bürgermeister wenig Spielraum für Investitionen in die Zukunft. Auf der anderen Seite gibt es viele „Baustellen“ in Nonnenhorn in die naher Zukunft ein doch recht hohes Investitionsvolumen bedürfen; doch dazu in anderen Punkten meines 10 Punkte umfassenden persönlichen Wahlprogramms für Nonnenhorn mehr.


Um einen Ausweg aus der finanziellen Situation zu finden bedarf es neuer Wege. Zuerst denkt man dabei meist an Einnahmen durch Gewerbebetriebe. Doch woher sollen diese zusätzlich kommen? Die benachbarte Gemeinde östlich von Nonnenhorn steht finanziell, trotz mehrerer erst kürzlich realisierter Projekte, besser da. Grund hierfür sind sicherlich auch die Gewerbeeinnahmen aus dem dortigen Gewerbegebiet.

Also liegt der Gedanke nahe (er bleibt allerdings nicht alleine) auch im Weindorf Nonnenhorn eine Gewerbeansiedlung zu forcieren. Doch wo soll sich weiteres Gewerbe ansiedeln? Die Gewerbeflächen sind alle vergeben und der örtliche Grundstückspreis lockt auch nicht gerade. Folglich ist eine Erweiterung des bestehenden „Gewerbegebietes“, welches in Wirklichkeit gar keines ist, notwendig.

Die Formulierung „Erweiterung“ suggeriert bereits wo in etwa neuer Platz für Gewerbe entstehen soll. Die Rede ist von einer Ausdehnung in süd-östlicher Richtung. Hier ist kein Platz? Da ist der Spielplatz, der Tennisplatz und Obstplantagen? Richtig!

Dennoch! Gerade in diesem Gebiet sehe ich Spielraum. Neue Gewerbeflächen würden nahtlos an das bestehende „Gewerbegebiet“ anschließen und eine vorerst ausreichende Fläche bieten. Die folgend abgebildete Satellitenaufnahme (Google-Earth, leider etwas älteren Datums) zeigt im rötlich eingefärbtem Bereich – bei Klick in groß – wo meiner Meinung nach ein erweitertes Gewerbegebiet entstehen könnte.

Erweiterung der Gewerbeflächen in Nonnenhorn am Bodensee Nahaufnahme des neuen Gewerbegebietes in Nonnenhorn

Mir ist nicht bekannt, wem die dort „verplanten“ Flächen gehören. Ich habe einfach mal frei dieses Gebiet als meiner Meinung nach sinnvoll so aufgebaut. Um eine günstige Verkehrsanbindung zu gewährleisten ist eine veränderte Trassenführung erforderlich. So könnte das neu zu schaffende Gewerbegebiet an den Lerchentorkel (jetziger Trampelpfad entlang der Bahnlinie) und an die Conrad-Forster-Straße (Zufahrt jetziger Tennisplatz) angeschlossen werden. Somit wäre auch die Sackgasse ins jetzige bestehende „Gewerbegebiet“ Vergangenheit. Je nach Aufteilung und Flächenplanung wäre ggf. auch noch eine weitere Anbindung auf Höhe Zufahrt Paradies (heute Fußweg zum Spielplatz, ggf. auch etwas westlicher) an die Conrad-Forster-Straße sinnvoll. Durch die dadurch mehrfache Möglichkeit die Gewerbeflächen zu erreichen gibt sich eine verteilte und dadurch gemäßigte Verkehrssituation im Weindorf.

In diesem Gewerbegebiet könnte sich weiteres junges Handwerk ansiedeln, Internetversandhandel, emissionsfrei produzierende Industrie und der gleichen mehr. Das Gebiet liegt im Dorfkern, stellt aber dennoch keine sonderlich gravierende Einschnitte ins Dorfbild dar. Alles in allem also wunderbar, ein „Must-Have“ quasi!

Die Gemeinde könnte durch Verkäufe von Grundstücken in diesem Bereich die Gemeindekassen aufbessern und längerfristig auch auf höhere Gewerbesteuereinnahmen hoffen. Zusätzlich könnten in diesem Gebiet weitere Arbeitsplätze, auch im High-Tech Bereich, für Nonnenhorns Bürger geschaffen werden.

Da sich alle politischen Gruppierungen in Nonnenhorn „bestehendes erhalten“ groß auf ihre Fahnen geschrieben haben ergibt sich daraus natürlich ein Problem, speziell was den Spielplatz und den Tennisplatz angeht. Doch auch hierüber habe ich mir Gedanken gemacht, die in den folgenden Punkten näher erörtert werden sollen. Eines vorab, sowohl der Spielplatz, als auch der Tennisplatz werden weiterhin in Nonnenhorn bestehen, nur eben an einer anderer Stelle und ggf. in einer etwas veränderten Form.

Wichtig ist nur darauf zu achten, dass sich an den neu geschaffenen Flächen tatsächlich auch Gewerbe ansiedelt, welches später auch Gewerbesteuern zahlt und nicht nur als günstiger Baugrund für Pseudo-Gewerbe und Wohnungen missbraucht wird. Ach ja auf den „Streit“ um den bzw. die Namen der neuen Straße(n) im neuen Gewerbegebiet Nonnenhorn freue ich mich schon heute … 😉

Um noch etwas mehr politischen Sprengstoff in die Diskussion zu bringen, hier auch noch eine weitere Idee für dieses Gebiet: Neben dem Bauhof, in direktem baulichem Anschluss daran, könnte eine weitere Halle entstehen mit Boxen für Fahrzeuge. Da die Anforderungen an die Hilfsorganisationen sich verändert haben bestünde z.B. Bedarf an weiterer Lagefläche für Material, welches zur technischen Hilfeleistung z.B. bei der Feuerwehr dringend benötigt wird. Beispielsweise für Sandsäcke und Pumpen (Hochwasser Einsätze) aber auch für Holz (Sturmschäden) und der gleichen mehr. Die Lagerflächen könnten gemeinsam mit dem Bauhof genutzt werden. Der dort stationierte Gabelstapler wäre so für Feuerwehr und Bauhof gemeinsam nutzbar und hilft, ebenso wie die gemeinsame Lagerfläche, Kosten klein zu halten. Auch die Errichtung einer solchen Halle mit relativ geringem finanziellen Aufwand realisiert werden.

Neben Bauhof und Feuerwehr könnte darüber hinaus auch noch eine weitere Fahrzeugbox für das Rote Kreuz entstehen. Somit könnte auch eine schnelle Erstversorgung für Nonnenhorns Bürger gewährleistet werden. Nach meinem Kenntnisstand sucht das Rote Kreuz im Landkreis Lindau (Bodensee) immer nach Unterstellmöglichkeiten für SEG (Schnell-Einsatz-Gruppe) Fahrzeuge. Auch die Stationierung eines sog. First-Responder Fahrzeugs wäre denkbar. Ein weiterer großer Vorteil für die in Nonnenhorn lebenden Menschen, welche die Lebensqualität weiter verbessern könnte.

Zusammenfassend dient die Ausweisung eines neuen Gewerbegebietes also einer Erweiterung der Lebensqualität in Nonnenhorn und gleichzeitig hilft es die Gemeindekassen nachhaltig zu konsolidieren.

Und jetzt interessiert mich die Meinung der Leser zu diesem Thema! Nutzt doch die Kommentarfunktion und beachtet die obligatorischen Hinweise!

3 Trackbacks

  1. […] und gleichzeitig mehr als adäquaten Ersatz für den bisherigen Spielplatz (im dann neuen Gewerbegebiet Nonnenhorn) darstellen. Ferner könnten weitere Attraktivitäten im Bodensee geschaffen werden, wie […]

  2. […] keine hässlichen Zäune das Erscheinungsbild mehr stören. Wie im ersten Punkt unter Gewerbegebiet Nonnenhorn bereits geschrieben, würde durch diese Maßnahme ja der Kinderspielplatz an bisheriger […]

  3. […] Für weitere Werkzeuge ist eigentlich kein Platz mehr, auch keine Lagerfläche im Feuerwehrhaus für Sandsäcke etc.. Und das obwohl noch dringend weiteres Material gebraucht werden würde. Näheres habe ich bereits hier geschrieben. […]

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